Ist die Schule meiner Kinder sicher?

Mit der in der Schweiz jetzt dominanten Omikron-Variante gelten neue Spielregeln. Sie ist so ansteckend, dass ein Schulbetrieb im Präsenzunterricht nur sicher ist, wenn viele Massnahmen eingehalten werden. Sicher bedeutet: ein geringes Risiko für Schüler:innen und Lehrpersonen, sich in der Schule zu infizieren.

Wieso ist das wichtig? SARS-CoV-2 ist nicht «einfach eine Erkältung». Der Angriffspunkt des Virus sind ACE2-Rezeptoren, die vor allem auch in Gefässen und verschiedenen Organen sitzen. Eine Infektion kann langfristige Schäden insbesondere im Gehirn, in der Bauchspeicheldrüse (-> Diabetes) und in den kleinen Blutgefässen auslösen.

Mit unserer Checkliste kannst du prüfen, ob deine Schule/die Schule deiner Kinder sicher genug für Präsenzunterricht ist. Falls nein: Verlange von der Schulleitung die Umstellung auf Fernunterricht. Fernunterricht = sichere Schule. Besser Fernunterricht, als Infektion der Kinder. Besser Fernunterricht, als geschlossene Schulen.

Checkliste

Die erste Schulwoche nach den Ferien muss in Form einer Testwoche mit Fernunterricht durchgeführt werden, während der zwei obligatorische Pool-PCR-Tests durchgeführt werden. Am Montag wird für die ganze Schule ein Pooltest durchgeführt. Die Tests erfolgen klassenweise in einem Zelt (mit offenen Seitenwänden) auf dem Pausenplatz. Keine Tests in Klassenräumen! Bei einem positiven Test werden alle Personen dieses Pools am Folgetag individuell PCR-getestet. Bis zum Ergebnis bleibt die ganze Klasse in Quarantäne. Das Testen wird am Donnerstag wiederholt. Personen, die den Test verweigern, werden für 10 Tage in Quarantäne gesetzt und müssen anschliessend einen negativen, tagesaktuellen PCR-Test vorweisen, um wieder zum Unterricht zugelassen zu werden.

Die Ansammlung von Aerosolen in Klassenzimmern erfolgt sehr schnell, selbst wenn sich nur eine infektiöse Person im Raum befindet. Nach wenigen Minuten ist eine Viruslast in Aerosolform vorhanden, die zu Infektionen bei anderen anwesenden Personen führt. Daher ist ein Luftreiniger mit ausreichender Reinigungskapazität und einem HEPA-Filter unbedingt erforderlich. In einer Schule müssen alle Räume (Klassenzimmer, Turnhalle, Toiletten und Flure) mit Luftreinigern ausgestattet sein, um das Infektionsrisiko ausreichend zu senken. Weitere Informationen zu Aerosolen

Ohne Masken mit einer ausreichend hohen Filterkapazität – selbst für kleine Aerosole – ist es praktisch unmöglich, eine Infektion in Gegenwart einer infektiösen Person zu verhindern. Daher ist eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken erforderlich. Die Maskentragpflicht gilt für alle und zu jeder Zeit. Einzige Ausnahme ist das individuelle Mittagessen im Freien mit genügend Abstand.

Nur durch regelmäßige, obligatorische Pooltests und konsequentes TTIQ (Test, Tracing, Isolation, Quarantäne) können die Infektionsketten unterbrochen werden. Die Pooltests werden in einem Testzelt (offene Seitenwände) auf dem Schulhof durchgeführt. Screening innerhalb von 24 Stunden. Bei positivem Test in einem Pool individuelle PCR-Nachfolgetests am selben Tag, Quarantäne für die gesamte Klasse + Lehrer für 10 Tage.

Kantinen, Mittagessen usw. sind Aktivitäten mit hohem Risiko (da ohne Maske + Mischung von Klassen/Kindern). Darauf muss verzichtet werden. Essen nur in Form von individuellem Picknick im Freien.

Singen ist eine der wichtigsten Risikoaktivitäten, da dabei große Mengen an Aerosolen entstehen. Leider muss auf das Singen verzichtet werden, sei es im Klassenzimmer, in einem Chor etc. Dasselbe gilt für den Musikunterricht mit Blasinstrumenten.

Auf klassendurchmischte Aktivitäten (z. B. Schulchor, Sporttag, Theatergruppe etc.) muss im Moment verzichtet werden.

Alle Aktivitäten mit externer Unterkunft, wie Sport-, Musik- oder Klassenlager, müssen leider abgesagt werden.

Tritt ein PCR-bestätigter Fall in einer Klasse auf, müssen die gesamte Klasse sowie alle Lehrkräfte, die in den letzten 4 Tagen in dieser Klasse unterrichtet haben, für mindestens 10 Tage unter Quarantäne gestellt werden. Die infizierte Person muss sich 10 Tage lang einer strengen Isolation unterziehen.

Der Sportunterricht ist grundsätzlich möglich, wenn eine FFP2-Maske getragen wird. Das ist zwar etwas anstrengender, stellt aber kein gesundheitliches Problem dar. Im Schwimmbad ist dies nicht möglich – daher muss derzeit auf den Schwimmunterricht verzichtet werden.