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Im Moment geschieht Erstaunliches. Wer hat in den letzten Monaten nicht immer wieder gesagt «die Schulen müssen offen bleiben». Bildungsdirektor:innen, der Bundesrat, paediatrieschweiz und viele weitere beteten das rauf und runter. Die Gesundheit? Kein Thema. Das Koch'sche Erbe, brav weitergeführt von Masserey und Berger: «Kinder sind nicht betroffen, Kinder werden nur ganz selten krank.»

Und nun: Erste Kantone verkünden «verfrühte Weihnachtsferien». Wieso? Weil der Schulbetrieb immer breitflächiger zum Erliegen kommt. Ganze Klassen in Quarantäne, infizierte Lehrpersonen, die für längere Zeit ausfallen. Ob Berger & Co sich das so vorgestellt hatten? Aber auch jetzt noch gibt es Uneinsichtige, die weiterhin die «offene Schule» predigen, oder (wie der Kanton Freiburg) am Präsenzunterricht an der Hochschule festhalten.

Dabei war schon lange klar: Die Schulen können dann offen bleiben, wenn sie sicher sind. Sicher sind sie, wenn wir die Kinder und die Lehrpersonen vor Infektionen schützen – mit FFP2-Masken in den Innenräumen, mit Luftfiltern und regelmässigem Lüften. Mit regelmässigem Testen und funktionierendem Contact Tracing, um Infektionsketten zu unterbrechen. 

Sichere Schulen sind möglich. Wenn wir gemeinsam handeln.