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Wie setzt man einen CO2-Sensor richtig ein? Wir messen ja nicht Aerosole (das wäre viel zu aufwändig), sondern wie verwenden den CO2-Sensor als indirekten Indikator. Draussen beträgt der CO2-Gehalt der Luft gut 400 ppm. In Innenräumen steigt dieser Wert rasch an, wenn sich Menschen darin befinden. In Klassenräumen kann der Wert innerhalb einer Lektion problemlos auf über 2000 ppm ansteigen. Grundsätzlich steigt die Aerosolkonzentration parallel zur CO2-Konzentration an. Eine Verdoppelung des CO2-Gehalts geht also mit einer bereits deutlich erhöhten Aerosolbelastung einher – Zeit zum Lüften!

Lüften funktioniert aber nur, wenn eine genügend grosse Fensterfläche zur Verfügung steht, idealerweise an den beiden Längsseiten des Raumes. Der Nachteil: Die von aussen einströmende kalte Luft ist sehr trocken, die relative Luftfeuchtigkeit sinkt – und damit auch der Durchmesser der Aerosolpartikel. Und weil mehrmals pro Stunde gelüftet werden sollte, wird es im Winter zu kalt im Raum – entsprechend wird dann eben nur 1x/Lektion in der Pause gelüftet, was klar ungenügend ist.

Hier hilft der CO2-Sensor: Sobald der Wert auf über 800 ppm ansteigt, wird während 5 Min. gelüftet – bis der Wert wieder auf unter 600 ppm absinkt. Der Vorteil dabei: bei niedrigerem CO2-Gehalt lernt es sich auch deutlich leichter.